PU am 04.7.25 bei Susanne Scheuböck

Wiener Walzer: Auf den Fuß kommen und tief tanzen.

In der letzten Privatstunde drehte sich alles um ein zentrales technisches Thema im Wiener Walzer: auf den Fuß kommen – und das bewusst auf der „1“. Diese scheinbar simple Vorgabe entpuppte sich als Schlüsselelement für Stabilität, Kontrolle und effiziente Bewegung.

Gerade im Turnierkontext, wo Präzision und Konsistenz entscheidend sind, ist das richtige Setzen des Gewichts auf den Standfuß unverzichtbar; also mit vollständig verlagertem Körpergewicht auf den Fuß. Erst danach erfolgt die Weiterleitung der Bewegung durch die Hüfte. Diese Reihenfolge sorgt für eine klare Achse, besseren Bodenkontakt und eine gleichmäßige Rotation.

Besonders deutlich wird das auc beim Rückwärtsschritt: Auch hier gilt – erst auf den Fuß kommen, dann durch die Hüfte arbeiten. Wer zu früh durch die Hüfte geht, verliert schnell die Achse und damit die Verbindung zur Partnerin oder zum Partner. Die Folge: Unsaubere Linien, unruhiger Flow und unnötiger Kraftverlust in der Rotation.

Ein weiterer Schwerpunkt war das tief Tanzen im Wiener Walzer – ganz ohne Heben und Senken. In der Turnierpraxis ist es essenziell, die Höhe konstant zu halten. Der Wiener Walzer lebt nicht von einem rhythmischen „Rise and Fall“, sondern von einer fließenden, raumgreifenden Rotation auf einer stabilen Höhe. Tief tanzen bedeutet in diesem Kontext, aktiv durch die Knie und Hüften zu arbeiten, ohne optisch auf und ab zu wippen.

Fazit: Für eine souveräne Turnierpräsentation im Wiener Walzer ist es entscheidend, die Bewegung technisch präzise zu strukturieren:
– Auf der 1 auf den Fuß kommen (geshifted)
– Bewegung durch die Hüfte führen
– Tiefe aus der Körperkontrolle, nicht aus sichtbarem Heben und Senken erzeugen

Diese Prinzipien bilden das Fundament für Klarheit, Führungssicherheit und letztlich: turnierfähige Eleganz.

Grüße

Ersin

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